IOTA in Zukunft bei 250 Dollar?

info_d17io04j | 20. Januar 2020 | 0 | Text News

Bei IOTA passiert mehr als bei den meisten anderen Kryptowährungen. Ein Bericht einer angeblich unabhängigen und renommierten Analyse-Firma legt nahe, dass IOTA zum Zahlungsstandard des Internets der Dinge werden kann – was für den Preis mehr als grandios wäre. Allerdings ist nicht alles so, wie es scheint. Wir schauen uns an, was es Neues von der Währung für das Internet der Dinge gibt.

Wenn man sich ein Weilchen im Raum der Kryptowährungen bewegt, dürfte man die Erfahrung gemacht haben, dass die wenigsten Dinge tatsächlich so sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. So hat vor kurzem Fundstrat, eine laut Crypto-Monday „unabhängige und marktführende“ Analyse-Agentur, einen Bericht über IOTA herausgebracht. Viele Medien geben diesen Bericht unkritisch wieder. Er bescheinigt IOTA, eine gute Chance zu haben, zum führenden Standard für Transaktionen des Internets der Dinge (Internet of Things, IOT) zu werden.

Dabei erklärt Fundstrat auch, dass IOTA, falls es zu diesem Standard wird, als Netzwerk einen Wert von 700 Milliarden Dollar erhalten könnte. Dies ergibt laut Crypto-Monday einen Wert von 250 Dollar je MIOTA, damit einen Anstieg des Preises um das Tausendfache: „Somit hätte man innerhalb von 15 Jahren aus einem Investment von zB. 1000 USD eine ganze Million gemacht.“ Klingt gut, oder?

Andere Publikationen übernehmen den Bericht allerdings nicht ganz so unkritisch. Crypto Coins News weist etwa darauf hin, dass der Bericht von niemand anderem in Auftrag gegeben und bezahlt wurde als von Dominik Schiener, Ko-Gründer und Ko-Vorsitzender der IOTA-Foundation, was allerdings nur in der vollen Version des Berichts ganz am Ende zu erfahren ist. Es ist offensichtlich, dass dies den Bericht nicht ganz so „unabhängig“ macht, wie es dargestellt wird; insbesondere die sehr gewagten Preisprognosen darin machen es geradezu fahrlässig, ihn ohne eine kritische Perspektive aufzugreifen.

Allerdings macht ein graues Haar allein noch nicht alt. Trotz dieses unschönen Details des Berichts muss man anerkennen, dass IOTA weiterhin an der Vision arbeitet, zum Standard für Zahlungen im Internet der Dinge zu werden – und dass sich bei IOTA mehr tut als bei den meisten anderen Kryptowährungen. Der IOTA-foundation mit Sitz in Berlin gelingt es dabei, fortlaufend neue große Industrieunternehmen für ihre Vision zu gewinnen. So engagieren sich beispielsweise Siemens, Bosch, Fujitsu und viele anderen in Projekten mit IOTA. Erst vor kurzem machte die Nachricht die Runde, dass die Software AG – eine der größten deutschen Softwareunternehmen – plant, IOTA weitläufig in ihr Portfolio zu integrieren.

Die Foundation blickt auf ein sehr aktives Jahr zurück. Der Jahresbericht nennt zahlreiche Highlights, darunter die Mitgliedschaft in einer Blockchain-Assoziation, die Gründung der IOTA-Akademie sowie den Start eines „autonomen und dezentralen Marktplatzes„, der einen sicheren und automatisierten Handel in der industriellen Produktion ermöglichen soll. Daneben berichtet er über viele weitere Partnerschaften, etwa mit Jaguar, Zühlke, der Linux Foundation und vielen weiteren. Es ist kaum mehr möglich, aufzuzählen, welche Unternehmen mit IOTA für welchen Zweck zusammenarbeiten. Die Foundation trifft mit ihrem Programm ohne Zweifel einen Nerv.

Allerdings sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass die vielen Partnerschaften, die während der letzten Jahre angekündigt wurden, bisher noch in keinem aktvien Produkt gemündet haben. Zumindest ist mir keines bekannt. Vielmehr scheint IOTA für viele Firmen eine Einstiegshilfe zu sein, um den Markt der Blockchains und Distributed Ledger zu erkunden. Eine der deutlichsten Niederschläge davon sind die vielen Patentanmeldungen, in denen IOTA erwähnt wird. Laut der Seite IOTAarchive haben bereits 44 Unternehmen insgesamt 111 Patente mit einem Bezug zu IOTA angemeldet. Die meisten dieser Patente kommen von den Unternehmen Innogy, Siemens, RWE, Intel und Merck, also zum größten Teil aus dem Herzen der deutschen Industrie. Wenn man sich die Patentanmeldungen genauer anschaut, etwa eine von Siemens, fällt allerdings auf, dass es sich mitnichten exklusiv auf IOTA fokusiert. Das Patent beschreibt einen Anmeldevorgang durch ein Token auf Basis von Micropayment-Protokollen „wie IOTA, PIVX, Ethereum, Dash oder Bitcoin Cash.“

Der Preis der IOTA-Token kann bislang nicht mit den zahlreichen Aktivitäten der IOTA-Foundation mithalten.  Im Lauf des vergangenen Jahres fiel IOTA immer weiter im Ranking der Kryptowährungen nach ihrer Marktkapitalisierung zurück, um nun auf Platz 22 – zwischen dem Huobi Token und HedgeTrade – zu rangieren. Der Kurs, der Ende 2017 bei mehr als 5 Dollar gegipfelt hatte, ist mittlerweile auf gut 20 Cent gefallen; der langfristige Chart zeigt den typischen, eher niederschlagenden Altcoin-Verlauf: Eine steile Spitze, gefolgt von einem langsamen, fortlaufenden Niedergang. Im Dezember 2019 hatte IOTA einen Tiefpunkt von weniger als 16 Cent erreicht. Von dort aus ist das Token, immerhin, wieder auf beinah 25 Cent gestiegen.

Der Kurs von IOTA in BTC: Kein sehr gutes Investment.

Das Jahr 2019 endete für IOTA übrigens mit einem unschönen Zwischenfall, der zeigt, wie experimentell die Technologie noch ist. Am 29. Dezember kam das Netzwerk für 24 Stunden zum Erliegen. Eine in bestimmter Weise strukturiere Transaktion hatte einen Sicherheitsmechanismus der Nodes ausgelöst, wodurch diese die vom zentralen Coordinator herausgegebenen Milestones ablehnten. Die Folge war, dass neue Transaktionen in dieser Zeit nicht bestätigt wurden.

Auch die ersehnte Abschaltung des Coordinators – das sogenannte „Coordicide“ kommt langsamer voran als manch einer es erwartet hätte. Laut einem kürzlich erschienen Bericht der IOTA-Foundation sei dieser Schritt aber „nicht mehr sehr weit“ entfernt, was beachtlich ist, da die Pläne erst Ende Mai 2019 finalisiert wurden. Man habe bereits die Elemente von Coordicide in den Prototypen implementiert, es gebe aber noch Teile, die noch entwickelt werden müssen. Einen konkreten Termin, wann es soweit ist, möchte die Foundation aber nicht nennen.

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